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Bodman-Ludwigshafen – Die Gemeinde Bodman-Ludwigshafen hat sich der Herausforderung, ihr Seeufer ökologisch aufzuwerten, gestellt und gerade in jüngster Zeit in Zusammenarbeit mit dem Land und seiner finanziellen Unterstützung einen Teil des Seeufers in Bodman und Ludwigshafen am so genannten „Waschplatz“ naturnah gestaltet. Zur Einweihung des renaturierten Seeufers in Bodman vor wenigen Wochen war sogar der Freiburger Regierungspräsident Julian Würtenberger nach Bodman gekommen.
Im Rahmen des in Aufstellung befindlichen Bebauungsplanes „Seeufer Ludwigshafen“ soll jetzt das dortige Seeufer im westlichen Bereich von Mauern befreit und damit ein weiterer Schritt zur Uferrenaturierung getan werden.
„Nach wie vor hat der Mensch mit seiner jahrhundertelangen Bautätigkeit tiefe Spuren insbesondere am Ufer hinterlassen, dem Teil des Sees, dem ökologisch gesehen ein besonders hoher Stellenwert zukommt. Daher hat es sich die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB) zum Ziel gesetzt, die Situation der Ufer- und Flachwasserzone erheblich zu verbessern“, so der Vorsitzende der IGKB, Ministerialdirigent Peter Fuhrmann, der während seiner Amtszeit die ökologische Aufwertung der Seeufer auch in wirtschaftlich nicht so üppigen Zeiten voranbringen will. Naturnah gestaltete Ufer sind nicht nur für die einheimische Bevölkerung attraktiv, sondern auch für Ausflugs- und Urlaubsgäste.
„ Ein ökologisch intaktes Seeufer ist für einen gesunden See unerlässlich“ betont der IGKB-Vorsitzende. Nach Untersuchungen der IGKB sind gerade einmal 20 Prozent des Bodenseeufers natürlich. Es wird eingeräumt, dass sich einige Uferstrecken wohl kaum renaturieren lassen, sei es, weil auf den Ufermauern Gebäude gründen, Uferabschnitte unter Denkmalschutz stehen oder sich schützenswerte Strandrasen vor den Uferbefestigungen gebildet haben. Das vorrangige Ziel der Seenschützer ist es, unnatürliche Uferbefestigungen wie Mauerwerk, betonierte Flachufer oder auch massive Blockböschungen zu entfernen und so umzugestalten dass eine natürliche Vegetation entstehen kann.
Damit lässt sich dann zumeist auch erreichen, dass das Ufer mit dem Hinterland verbunden wird, also durchgängig wird, wie die Fachleute sagen. Ferner sollten aus ökologischer Sicht überall dort, wo es möglich ist, Buhnen, Stege, Zäune, Einzelbojen und Kleinhäfen entfernt werden.
Sinnvoll ist es auch, bereits seit langem genehmigte Anlagen wie Stege und Plattenwege zusammenzulegen und ihre Nutzungen zu konzentrieren. Auch diesbezüglich handelt die Gemeinde Bodman-Ludwigshafen in Zusammenarbeit mit dem Yachtclub Ludwigshafen vorbildlich. Die Gemeinde löst ihr Bojenfeld auf, baut einen eigenen Hafen im Anschluss an denjenigen des Yachtclubs und erstellt zusammen mit den Seglern ein gemeinsames Hafenmeister- und Sanitärgebäude. Die Baugenehmigung ist bereits erteilt.
Quelle: SÜDKURIER vom 25.August 2010
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