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06.06.2007
Wie Tim und Marc Fischer ihren Segelsport betreiben
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Marc und Tim Fischer |
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Liebe Clubmitglieder, anhand eines Berichtes von Thomas Fischer über die Aktivitäten seiner Kinder Marc und Tim, möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick in den Segelsport geben, wenn man ihn auf internationalem Niveau betreiben möchte. Ich finde es beeindruckend mit welchem Engagement und welcher Leidenschaft unsere derzeit besten Jugendsegler ihren Sport betreiben und dabei auch unseren Verein international vertreten. Ich freue mich, dass wir in unserer Jugendabteilung so erfolgreiche Segler haben und auch Eltern, die ihre Kinder auf diese Weise unterstützen, fördern und fordern. Als Jugendwart ist es mir wichtig, dass wir auch von Vereinsseite unsere Jugendlichen fördern und unterstützen (und auch manchmal fordern) so gut wir können.
Allen interessierten Lesern wünsche ich viel Vergnügen beim Lesen. Michael Begher, Jugendwart
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Bericht von Thomas Fischer |
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Begonnen hat unsere Opti-Saison 2007 Anfang Februar mit einem Sportwochende im Leistungszentrum in Albstadt-Ebingen. Von Freitag bis Sonntag waren für zweieinhalb Tage Theorie und die körperliche Fitness angesagt. Die absolvierten täglichen Konditions-Trainingseinheiten während der Wintersaison wurden überprüft.
Anschließend ging es am 16. Februar nach Alassio (Italien) zu einem 5-tägigen Wasser-Training des Landeskader Baden-Württemberg. Wir hatten schönes Wetter und Windstärken von 3-7 bft. Als Trainer waren Eric Schliemann (Radolfzell) und ich vor Ort. Mit Videoanalysen und vielen Bildern konnten wir die Technik der Kinder verbessern.
Am Wochenende, den 17. und 18. März, stand das nächste Wasser-Training des Landesleistungszentrums im Stützpunkt Überlingen auf dem Programm. Bei Temperaturen um 10 Grad Celsius und 3-5 Windstärken konnte das erste Training in heimischen Gewässern am Bodensee absolviert werden.
Am Samstag, den 31. März starteten wir zum nächsten Opti-Training des Landeskaders nach Südfrankreich in Hyeres. 7 Tage lang wurde hart bei bis zu sieben Windstärken trainiert. Die Opti-Segler mussten am Sandstrand einwassern. Am ersten Tag war wegen dem starken auflandigen Wind und einer Brandung von bis zu zwei Metern mit ca. 8 Windstärken ein Training nicht möglich. Erst am zweiten Tag konnten die kleinen Opti-Profis mit Hilfe der Eltern bei weiterhin sehr starker Brandung und ca. 7 Windstärken zum ersten Training auslaufen. Unser Sohn Tim fiel einer Monsterwelle zum Opfer. Er kenterte und sein Trainingssegel wurde zerfetzt. Glücklicherweise ging kein weiteres Material zu Bruch. Nach einer kleinen Pause startete Tim anschließend mit dem Training.
Vom 14. bis 15. April trafen sich die besten 120 Opti-Segler Deutschlands zur ersten wichtigen Regatta am Steinhuder Meer. Tim belegte den 29. Platz und Marc den 36. Platz. Zwei Wochen später nahmen wir an der nächsten großen Regatta in Tutzing am Starnberger See teil. Tim Platz 14, Marc Platz 22 bei insgesamt 93 Teilnehmern. |
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Am Mittwoch, den 09. Mai, fuhren wir nach Warnemünde zur Ausscheidung für die Europa- und Weltmeisterschaft der Optimisten 2007. Marc und Tim bekamen 2 1/2 Tage schulfrei. Am Mittwochnacht gegen 02.30 Uhr kamen wir endlich nach 10 stündiger Fahrt in Warnemünde an. Am Donnerstagmorgen war gegen 10.00 Uhr das erste Training angesagt. Nach dreistündigem Training bei bis zu 8 Windstärken waren die Kinder müde und mussten sich für die 10 Wettfahrten von Freitag bis Sonntag ausruhen. Bei der Vermessung hatten wir noch ein kleines Problem: Der neue Opti von Tim war um "512 Gramm" zu schwer. Deshalb besorgten wir uns bei einem Schreiner zwei Teakholzstücke mit je 260 Gramm und klebten diese jeweils am Bug und Heck fest. In Warnemünde durften die ersten 80 Optimisten der deutschen Rangliste teilnehmen. Nach drei anstrengenden Regattatagen belegte Tim den 34. Platz und Marc den 46. Platz. |
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Für dieses gut besetzte Opti-Feld eine tolle Leistung. Nach der Protestverhandlung konnten wir am Sonntagabend gegen 17.30 Uhr zur Heimfahrt starten. Gegen 02.30 Uhr sind wir zu Hause angekommen. Marc und Tim durften dann um 06.00 Uhr wieder aufstehen und in die Schule gehen.
Nach drei Tagen Schule sind wir dann am Mittwoch, den 16. Mai zur holländischen Meisterschaft nach Workum gestartet. An diesem Event nehmen 380!! Optimisten teil. Die Teilnahme ist ein Muss unter den guten Opti-Seglern. Insgesamt sind an 4 Tagen 10 Wettfahrten geplant. An dieser großen Regatta haben 17 europäische Nationen teilgenommen. Die meisten Länder senden nur ihre besten Segler, so dass es sich bereits quasi um eine inoffizielle Europameisterschaft handelt. Tim belegte Platz 111, Marc Platz 151. Tim war der beste Baden-Württemberger, Marc der 4. Beste.

Nach weiteren fünf Schultagen war das Vorbereitungstraining für die deutsche Meisterschaft der Optimisten in Ribnitz-Damgarten angesagt. Am Sonntagabend, den 27. Mai, starten wir mit unserem vollgepackten Bus um 20.00 Uhr. Am Montagmorgen um 05.30 Uhr sind wir angekommen. Marc und Tim haben durchgeschlafen. Nach einem ausgiebigen Frühstück begann um 09.30 Uhr das erste Training. Nach 4 Tagen Training sind wir ins Kieler Olympiazentrum zur nächsten großen Ranglistenregatta umgezogen. Insgesamt haben 314 Optimisten teilgenommen, davon 206 in der Wertungsgruppe Opti A. Tim belegte im 1. Lauf den 7. Platz, er wurde jedoch laut Wettfahrtleitung auf dem 14. Platz gewertet. Selbst ein Protest mit Zeugen konnte die Entscheidung der Wettfahrtleitung nicht ändern. Schade! Tim konnte im 2. Lauf einen hervoragenden 5. Platz und im 3. Lauf (trotz verspätetem Start) einen 18.
Platz belegen. Das Pech von Tim hörte jedoch nicht auf: Frühstart und somit Disqualifikation im 4. Lauf. Insgesamt wurde Tim 21., Marc 48.
Mit freundlichen Grüßen THOMAS FISCHER
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